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Die Hochzeitszeitung

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Zu einer anständigen Hochzeit gehört eine gute Hochzeitszeitung. Eine Aufgabe, die meist freudig von den Trauzeugen oder der Familie übernommen wird. Ganz zu Anfang sollte eine strategische Entscheidung getroffen werden: Soll es eine 0815-Hochzeitszeitung werden oder ein Unikat mit viel Herzblut und Leidenschaft. Für ersteres stehen im Internet jede Menge Vorlagen bereit, innerhalb kürzester Zeit kann man von einschlägigen Webseiten lustige Geschichten, Witze, Nachdenkliches und Grafiken runterladen, sodass die Hochzeitszeitung an zwei Nachmittagen erledigt ist.
Steht man den Heiratswilligen allerdingd sehr nahe und hält man etwas auf sich, so kommt natürlich nur eine liebevoll selbstgestaltete Hochzeitszeitung in Frage, die nur so überquillt vor lustigen Kindheitsgeschichten, mit einem Augenzwinkern servierten „schlechten“ Angewohnheiten des Bräutigams und Karikaturen.

Die Geschichten sollten stets mit Fotos illustriert werden, die die Autoren im Vorfeld von allen Freunden und Verwandten einsammeln sollten, um aus einem reichen Fundus schöpfen zu können. Überhaupt ist es sinnvoll, die Zeitung nicht ganz alleine zu machen, sondern die Familie und gute Freunde um „Gastartikel“ zu bitten. Wichtig ist, dass die Autoren sowohl den Bräutigam als auch die Braut möglichst lange und so gut kennen, dass ein Füllhorn von lustigen Geschichten und Episoden da ist.

Ziel einer solchen selbst gestalteten Hochzeitszeitung ist, der Hochzeitsgesellschaft während der Feier ein herzhaftes Schmunzeln zu entlocken, sowie dem Brautpaar eine bleibende Erinnerung zu schenken.

Die technische Umsetzung der Hochzeitszeitung hängt sehr von den Fähigkeiten der Autoren ab. Steht ein professionelles Layout-Programm zur Verfügung, so ist das die erste Wahl. Jedoch kann auch MS Publisher oder im schlimmsten Falle auch MS Word ausreichen. Die technische Umetzung sollte keinesfalls nur wenige Tage vor der Feier angegangen werden, da hier der Teufel sprichwörtlich im Detail sitzt. Beim Beispiel des MS Publishers gibt es gern mal Merkwürdigkeiten wie fehlende Seitennummerierungen oder entstellte Buchstaben aufgrund einer Inkompatibilität mit dem Druckertreiber. So ist es also nervenschonender, genug Zeit für die Realisierung einzuplanen.

Wie druckt man eine Hochzeitszeitung?

Der Druck hängt sowohl von den technischen als auch den finanziellen Möglichkeiten ab. Der Traum eines jeden Hochzeitszeitungsverlegers ist sicherlich, die Exemplare auf echtem Zeitungspapier drucken zu lassen, mit echter Druckerschwärze. Dabei sollte man jedoch wissen, dass es ungefähr gleich teuer ist, ob man 10 oder 10000 Exemplare drucken lassen möchte: Es muss eine Druckplatte erstellt werden, die Lithografie usw. muss stimmen, alles Arbeit für Experten, die einen hohen Stundensatz erwarten (und auch wert sind).
So gibt es eigentlich nur zwei sinnvolle Alternativen: Den Farbtintenstrahldrucker bis 100 Exemplare, darüber sollte es dann ein Farblaserdrucker sein. Damit es eine „richtige“ Zeitung wird, sollte der Ausdruck auf DIN A3 Papier erfolgen, das dann doppelseitig bedruckt zu DIN A4 gefaltet wird. Hier warten die ersten Hürden: Kaum jemand hat einen DIN A3-Drucker zu Hause. So kann entweder der Gang zum Copyshop eine Lösung sein, oder auch der Firmendrucker mit einer großzügigen Spende in die Kaffeekasse. Wer es richtig nett machen möchte, besorgt auch ein Papierschneidegerät. Die wenigsten A3-Drucker beherrschen nämlich den randlosen Druck, sodass unschöne (weil zeitungsuntypische) Ränder auf den Seiten entstehen würden. Gerade beim Zuschneiden und Klammern der einzelnen Blätter sollte man einige Übungsdurchläufe einplanen, da hier im wahrsten Sinne des Wortes schnell etwas schief gehen kann.

Sind dann alle Hochzeitszeitungen auf Papier gebracht, gefalzt und geklammert, dann ist schon eine Menge geschafft. Nun wäre es vermessen, die Zeitung einfach so an alle Gäste zu verschenken: Vielmehr wird sie von mitfeiernden Kindern zu einem symbolischen Preis von z.B. 2 Euro verkauft. Das Geld kommt dem Brautpaar dann als zusätzliches Hochzeitsgeschenk zugute.

Fotobuch statt Hochzeitszeitung?

Eine weitere, sehr problemlose Variante zur Hochzeitszeitung soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden: Das Fotobuch. Ganz problemlos kann man diese online bestellen. Meist werden die Fotos (oder als Grafiken gespeicherte Texte) auf die Website des Anbieters hochgeladen und man hat komfortable Design- und Gestaltungsmöglichkeiten. Nach einer Druckzeit von 1-2 Wochenerhält man den wunderschönen Bildband dann auf dem Postweg. So ist das Fotobuch ein bleibendes und immer wieder gern angeschautes Erinnerungsstück für die Hochzeitsgesellschaft und natürich das Brautpaar.

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