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Singlebörsen und Sex

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Die Art, wie Männer und Frauen einander kennenlernen und miteinander flirten, hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Zeiten, in denen man sich in erster Linie bei einem Drink in einer Bar, auf Parties oder auch im Büro kennengelernt hat, neigen sich – diesen Eindruck erweckt jedenfalls ein Blick auf die entsprechenden Zahlen – langsam aber sicher ihrem Ende zu. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom haben bereits 1,6 Millionen Deutsche ihr Glück in kostenpflichtigen Online-Singlebörsen versucht; die Zahl derer, die auf kostenlosen Kennenlernseiten aktiv sind, dürfte noch weitaus größer sein. Insbesondere in der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen wird das Online Dating immer beliebter.

Dabei tauchen auch immer wieder auch die Themen Sex und Erotik auf, die viele Neulinge in der Welt des Internetdatings, aber auch erfahrene Online-Datingprofis verunsichern können. Nicht nur auf Seiten, in denen es in erster Linie um das Knüpfen von Sexkontakten geht, wie beispielsweise firstaffair.com, c-date.org oder auch joyclub.de, sondern auch auf Singlebörsen, die eher auf die Vermittlung langfristiger Partnerschaften setzen, wie etwa parship.de oder elitepartner.de, stellt sich den Userinnen und Usern die Frage, wie sie mit dem Thema Sexualität angemessen umgehen sollen. Sollte in dieser Hinsicht lieber eine gewisse Diskretion gewahrt werden, bis man sich persönlich kennengelernt hat, oder ist es im Gegenteil ratsam, von Anfang an offen mit den eigenen Vorlieben und Wünschen umzugehen, um einen Partner zu finden, der optimal zu einem passt? Hier scheint sich für viele weibliche wie männliche User ein Problem abzuzeichnen. Während Männer auf Datingseiten im Internet oft nur ein schnelles Abenteuer suchen und Frauen sich dadurch tendenziell gestört und abgeschreckt fühlen, werden Männer häufig mit Nachrichten von Accounts bombardiert, die sich bei genauerem Hinsehen als Fake entpuppen: Entweder es handelt sich um Lockangebote von fremden Singlebörsen, um sonstigen Spam oder auch um (Hobby-)Prostituierte, die die Seiten nutzen, um Kundschaft anzuwerben.

Erste Mailkontakte können Wünsche und Grenzen ausloten

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Dieses Profilfoto wäre schon eher für Casual Dating geeignet.

Trotz dieser Probleme bietet das Kennenlernen im Internet viele Vorteile und Möglichkeiten. Wenn die eigenen Vorstellungen einer erfüllenden Sexualität bereits bei der Accountgestaltung angedeutet werden, vermindert das das Risiko, jemanden kennenzulernen, der im Bett ganz andere Vorlieben hat, die mit den eigenen nicht kompatibel sind. Nach den ersten Mailkontakten, in denen man das Gegenüber erst einmal vorsichtig „abgeklopft“ hat, kann sich ein Gespräch über die jeweiligen sexuellen Präferenzen ganz natürlich ergeben, beispielsweise indem man Geschichten über die eigenen Abenteuer austauscht. Dabei sollte sich das Gespräch aber wirklich um die Geschichten, nicht um die damaligen Partner drehen! Bei einem ersten Telefonat können die gegenseitigen Wünsche und Grenzen weiter ausgelotet werden, vor allem, wenn sich schon eine flirtige Gesprächsatmosphäre angebahnt hat. Wenn beide Partner daran Spaß finden können die Gespräche auch erotischere Themen wie Sexualpraktiken oder Zubehör für den Liebesakt, wie z. B. das bevorzugte Gleitgel, beinhalten

Erste Kontakte anonym

Die Herausgabe des vollen Namens, der e-mail-Adresse und Telefonnummer birgt dabei allerdings immer auch ein gewisses Risiko. Es ist ratsam, zunächst eine anonyme e-mail-Adresse einzurichten oder das interne Nachrichtensystem, über das alle einschlägigen Singlebörsen verfügen, zu nutzen, um die eigene Privatsphäre zu schützen. Zum Chatten und zum Telefonieren können Messenger wie Skype benutzt werden, die ebenfalls eine gewisse Anonymität gewährleisten. Programme wie Skype oder Icq erlauben zudem Videochats. Hier kann der Gesprächspartner sozusagen live und in Farbe erlebt werden. Wenn sich beide bereits sicher sind, dass sie einander anziehend finden, kann hier auch der ein oder andere heiße Flirt mit Bild und Ton angebahnt werden, der dann beim ersten Date nahtlos fortgesetzt werden kann.

Das Profil sollte eindeutig sein

Wie mit den Themen Sexualität und Erotik im Rahmen von Singlebörsen umzugehen ist, kann letztlich aber nur individuell entschieden werden. Frauen und Männer, die vorwiegend auf der Suche nach Flirts, Abenteuern und unverbindlichen sexuellen Erfahrungen sind, sollten diese Tatsache in ihrem Profil von Anfang an kenntlich machen und ihren Account entsprechend gestalten. Hier dürfen dann auch sexy Fotos (eventuell das Gesicht unkenntlich machen) und ein erotischer Text nicht fehlen, sodass das Interesse des anderen Geschlechts geweckt wird. Wer hingegen vor allem auf der Suche nach einer langfristigen Bindung ist, sollte auch dies bereits zu Beginn klarstellen. Die Wahl der entsprechenden Singlebörse (s.o.) erleichtert es dabei, den richtigen Partner zu finden.

Foto: © igor – Fotolia.com

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