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Schuhe bemalt - Foto by A♥ - CC BY 2.0

Gesunde Schuhe für Frauen – modisch und bequem

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Schuhe im Wandel der Zeiten

In früheren Zeiten hatten Schuhe vorrangig die Funktion ihren Trägern als Schutz gegen Kälte, Hitze und Nässe zu dienen. Dafür wickelten sich bereits die Urmenschen Tierfelle, aber auch Blätter und Gräser um die Füße. So wurden die ältesten erhaltenen Schuhe im Grab der Gletschermumie Ötzi gefunden, wo sie rund 5300 Jahre konserviert wurden. Als Sandale bot die einfachste Form der Schuhe schon vor 3000 Jahren den Ägypter Schutz gegen heißen Sand. Die Schutzfunktion für die Füße ist erhalten geblieben, doch im Lauf der Zeit kamen modische Aspekte hinzu. Heute sind Schuhe nicht nur modische Fußbekleidung, die zu der jeweiligen Kleidung passen soll, sondern sie gelten auch als Zeichen für gesellschaftlichen Status. Stiefel, High Heels, Sneaker, Pumps oder Sandaletten werden von manchen Menschen regelrecht gesammelt und oftmals noch nicht einmal getragen. Besonders Frauen wird ein Faible für Schuhe zugeschrieben. Beim Kaufentscheid spielt in vor allem die Optik eine Rolle. Doch wo bleiben die gesundheitlichen Aspekte?

Gesund versus schön

Frauen lieben Schuhe mit hohen Absätzen, weil sie die Beine Strecken und für einen aufrechten Gang sorgen. Das sieht zweifelsohne anziehend aus, kann aber auch zu Muskelverspannungen und Fehlbelastungen der Gelenke von Füßen, Beinen und Hüfte führen.
In Anbetracht der Tatsache, dass über 98 Prozent aller Babys noch gesunde Füße haben, aber Erwachsene – mehrheitlich weiblich – zu über 60 Prozent irgendwann einmal über schmerzhafte Probleme ihres Bewegungsapparats und insbesondere ihrer Füße klagen, ist der Schaden den falsches Schuhwerk anrichten kann unübersehbar. Falsche Belastung, zu hartes Material oder mangelnde Passform verursachen neben dem bekannten „Hallux valgus“ (einer Fehlstellung der großen Zehen), Plattfüße oder führen zu verkümmerter Fuß-Muskulatur. Manchmal ist zur Behebung ein orthopädischer Eingriff notwendig, in den meisten Fällen reicht es jedoch aus, auf gesunde Schuhe umzusteigen, in denen die Füße den Halt und die Polsterung finden, die sie brauchen. Deshalb raten Fachleute Frauen davon ab, den ganzen Tag High Heels zu tragen. Das Gewicht lastet auf den Ballen und den Zehen. Wer nicht ganz auf Stilettos verzichten mag, sollte wenigsten als Ausgleich zwischendurch zu bequemen und gesunden Schuhe wechseln.

Was gesunde Schuhe leisten sollen

Gerade Kinder sollten immer wieder bei Gelegenheit mal ohne Schuhe laufen, um ihre Muskeln zu trainieren. Da Erwachsene im Alltag jedoch auf angemessene Fußbekleidung nicht verzichten können, müssen Schuhe in der Lage sein, optimale Bewegungsabläufe zu gewährleisten. Sie sollten perfekte Passform besitzen und anpassungsfähig, federnd, stabil und vor allem bequem sein. In erster Linie ist das eine Frage der Gesundheit.
Unglücklicherweise ist vielen Menschen die Ursache ihrer Probleme beim Laufen nicht bewusst. Sie nehmen es nicht ernst genug, wenn ihnen ihre Schuhe gar nicht richtig passen. Druckstellen, Blasen und Röstungen sind ein Zeichen für zu enges Schuhwerk. Nicht selten quälen sich Frauen beispielsweise in zu enge Pumps, in der Hoffnung, sie müssten nur eingelaufen werden. Der ständige Dehnungsdruck verursacht jedoch Beulen und geht zu Lasten der Haltbarkeit des Materials. In zu großen Schuhen dagegen rutscht der Fuß umher, weil er zu wenig Halt findet. Das führt zu Verkrampfungen beim Laufen und eventuell auch zu gestauchten Zehen. Von Stiefeln bis zu Sandaletten lässt sich der Tragekomfort von Schuhwerk leicht daran erkennen, ob die Trägerin sich auch nach Stunden darin noch wohl fühlt, ob sie darin ausreichend Stabilität findet und ihre Muskulatur entspannen kann.

Worauf beim Schuhkauf zu achten ist

Anprobieren! Es ist auf keinen Fall ratsam, Schuhe zu kaufen, ohne sie als Paar vorher angezogen zu haben und einige Schritte damit gelaufen zu sein. Nur so findet man heraus, ob die Sohle richtig abrollt und der Fuß Halt findet. Vernünftig ist auch, nicht gleich morgens zum Schuhkauf zu gehen. Abends sind die Füße meist etwas geschwollen und die morgens gekaufte Größe könnte zu eng sein. Bei Winterstiefeln empfiehlt sich, eine Einlegesohle zu berücksichtigen genau wie bei Sneakern oder anderen Sportschuhen dicke Socken. Haben die Zehen genügend Platz, rutscht man nicht heraus und scheuert es an keiner Stelle, dann stimmt die Passform. Doch neben dem optimalen Sitz gibt es beim Kauf noch weitere Kriterien zu beachten, wie das Material. Es sollte atmungsaktiv sein, d.h. ein gutes Fußklima erzeugen. Leder ist das meist benutzte Material, aber auch bestimmte Mikrofasern unterstützen die Atmung der Füße und beugen der Schweißbildung vor. Und selbstverständlich spielt auch die Stabilität durch die Verarbeitung eine Rolle. Ist die Sohle angenäht oder nur geklebt? Ist das Material weich und drücken innen keine Nähte auf den Fuß? Mit wachsendem Gesundheitsbewusstsein entwickelt sich ein Trend zu Gesundheitsschuhen. Das hat den Vorteil, dass die Auswahl von Ballerinas bis zu Arbeitschuhen immer größer wird, während gleichzeitig die Preise sinken. Bei all zu günstigen Angeboten ist es jedoch ratsam, vor dem Kauf genau die Qualität des Materials und die Verarbeitung zu überprüfen.

Mit Laufkomfort und dennoch modisch

Vorbei ist die Zeit als mit gesunden Schuhen altmodische plumpe Treter oder Jesus-Latschen assoziiert wurden. Heute ist nicht nur die Auswahl sehr groß, sondern auch modern bis trendig wie aktuelle Kollektionen der Semler Schuhe zeigen. Nicht nur Lauf- und Wanderschuhe, sondern auch Sandalen, Stiefel, Sneaker bis zu Pumps entsprechen mittlerweile den Anforderungen der aktuellen Modestandards. Laufkomfort entsteht in erster Linie durch die qualitativ hochwertige Verarbeitung, atmungsaktives Material, ein Wechselfußbett sowie eine Sohle, die das natürliche Abrollen des Fußes ermöglicht. Das entlastet die Gelenke und den Rücken. Nicht nur beim Sport, sondern besonders im Alltag ermüden die Füße nicht so schnell, wenn eine Luftpolster-Sohle das Laufen und Gehen auf harten oder unebenen Boden abfängt. Ein Wechselfußbett ermöglicht das Tragen individuell angefertigter orthopädischer Einlagen. Werden diese nicht mehr benötigt, kann man sie problemlos austauschen. Auch gesunde Schuhe müssen nicht gänzlich auf höhere Absätze verzichten, allerdings beschränkt sich deren Höhe auf nicht mehr als 5 cm.

Trendsetter Barfußschuh und Abrollschuhe

Gute Schuhe ahmen weitestmöglich den Bewegungsablauf beim Barfußlaufen nach. Eine Lösung für Fußprobleme versprechen daher die Vermarkter von Barfußschuhen. Sie argumentieren, Barfußläufer treten eher erst mit dem Mittel- bzw. Vorderfuß und nicht mit der Ferse auf. Da so die Gelenke weniger belastet werden, sinkt folglich auch das Verletzungsrisiko.

Barfußschuhe sollen die Abläufe des Barfußgehens gewährleisten, aber gleichzeitig vor Nässe, Kälte und Bodenunebenheiten schützen. Die Sohle ist flexibel und relativ dünn, ohne einen speziellen Absatz. Um Muskelkater durch die ungewohnten Bewegungsabläufe zu vermeiden, wird eine schrittweise Umgewöhnung von „normalen“ Schuhen zu Barfußschuhen empfohlen.

 

Ähnlich verhält es sich mit Abrollschuhen, deren Besonderheit eine runde Sohle ist. Die dadurch entstehende Abrollbewegung der Füße beim Laufen entlastet Gelenke und insbesondere den Rücken. Die federnde Sohle wirkt auf hartem Boden dem Aufprall entgegen und ermüdet die Füße deshalb nicht so schnell. Wellness und Wohlgefühl hört nicht mehr bei den Füßen auf. Gesunde Schuhe an sind im Trend, seitdem man ihnen den typischen Gesundheitsschuh nicht mehr ansieht.

Fotonachweis: Schuhe bemalt – Foto by A♥ – CC BY 2.0

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